Naturprodukt Wildkultur

Foto: Martin Huber

Flossen-Fakten auf den Tisch!

Woher kommen unsere Fische? Wie geht eine Fischerei mit Engpässen um? Und was bedeutet es, sich für ein heimisches Produkt zu entscheiden? Die Nachverfolgung – vom Ei bis zum Speisefisch.

Wilde Gene
Eine “wilde G’schicht” ist die Wildkultur der Fischerei Ausseerland und die damit verbundene Nachhaltigkeit ist der moderne Ausdruck einer Selbstverständlichkeit. Alle Fische der Wildkultur sind direkte Nachkommen frei lebender Fische und dennoch bleibt die Natur im Gleichgewicht, denn die Menge dessen, was dem See für die Nachzucht entnommen wird, stellt niemals eine Gefahr für die wilde Population dar. Die Nachzucht von Wildfischen gestaltet sich so kompliziert wie aufwändig – aber es lohnt sich, denn die Qualität ist unvergleichlich und ganz nebenbei bleibt auf diese Weise eine uralte Tradition des Ausseerlands bestehen.

Ein Naturprodukt kennt keine Eile
Fische sind Lebewesen und weder lassen sie sich normen, noch kann man deren Wachstum exakt vorhersagen oder gar beschleunigen. Naturgegebene Faktoren wie Temperatur oder Niederschlag haben einen starken Einfluss auf das Wachstum der Fische und so kann es schon mal passieren, dass mehr nachgefragt wird als nachwächst. Oder dass eine bestimmte Größe für einen kurzen Zeitraum nicht verfügbar ist – so lange eben, bis der Saibling oder die Forelle die gewünschte Größe erreicht hat. Man könnte manchmal meinen, es wird mit Netzen aus Geduldsfäden gefischt…

Authentisches “Slow Food”
Ein Großteil unserer Produkte kann mit Fischen unserer Wildkultur abgedeckt werden. Das Arbeiten mit der Natur bedeutet jedoch, dass wir fallweise auf einen Zulieferer aus dem benachbarten Oberösterreich angewiesen sind, der hervorragende Saiblinge züchtet, die einerseits unseren Qualitätsstandards entsprechen und die andererseits das exakt gleiche österreichische Futter wie unsere eigenen Fische erhalten.

Dieser Zukauf, der jahreszeitlichen Schwankungen unterworfen ist, erlaubt uns, die Gemächlichkeit unserer Saiblinge hinnehmen zu können. Unsere Fische benötigen im eiskalten Quellwasser zweieinhalb bis drei Jahre zur Speisereife und niemals würden wir dieses Naturprodukt verfälschen oder das Wachstum beschleunigen wollen. Mittlerweile freuen wir uns außerdem über eine großartige Jungfischpopulation, welche Engpässe in Zukunft minimieren bzw. ausschließen soll.

Regionales Handwerk
Volle Transparenz liefert das Etikett am Produkt, denn Fische aus der eigenen Zucht tragen das Prädikat „Wildkultur“, während Zukauf klar mit „Aquakultur“ gekennzeichnet wird. Allen Fischen gemeinsam ist die ausschließlich händische Verarbeitung und Veredelung inmitten des Ausseerlands. Die Handarbeit unserer MitarbeiterInnen bringt auf jedem einzelnen Produkt ein unsichtbares Qualitätssiegel an, worauf wir sehr stolz sind. Regionalität beim Lebensmitteleinkauf bedeutet am Ende des Tages ein lautstarkes Bejahen von Arbeitsplätzen der Region, dem Erhalt von Tradition und gelebte Nachhaltigkeit – sowie natürlich Genuss ohne Reue.

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